Einführung in die praktische Philosophie



C. Beisbart, Sommersemester 2009, Dienstag, 14 - 16, EF50, 2.213 oder Dienstag, 16 - 18, EF50, 2.405; Teilgebiete: A1-4, F1-4, LE A3.

Vorlesungsankündigung:

In vielen Fragen, die in der Philosophie und in den Wissenschaften beantwortet werden, geht es letztlich darum, wie die Welt beschaffen ist. So fragt man etwa in der Geologie, wie eine bestimmte Landschaft enstanden ist. Es gibt aber auch Fragen, die nicht so sehr auf eine Beschreibung der Welt zielen, sondern die uns eine handlungsrelevante Stellungnahme abnötigen. Dazu gehören Fragen wie „Was sollte ich in dieser Situation tun?“ , „Wie gelingt mein Leben?“ , „Welche Art von Mensch will ich sein?“ und „Wie sieht eine gute und gerechte politische Ordnung aus?“ Fragen dieser Art erfordern oft so etwas wie eine Bewertung; die Antworten, die wir auf diese Fragen geben, sind wichtig für unser Handeln und Entscheiden. Die Frage „Was sollte ich in dieser Situation tun?“ stellt man zum Beispiel meist, um sich zum Handeln zu bestimmen.

Die praktische Philosophie versucht Fragen, die eine handlungsrelevante Stellungnahme erfordern, adäquat zu beantworten. Ein wichtiger Teil der praktischen Philosophie ist die Moralphilosophie oder Ethik, in der es um moralische Fragen und Stellungnahmen geht. Die Moraphilosophie untersucht zum Beispiel, was moralisch richtig ist. Auch die politische Philosophie, die nach der Beschaffenheit einer guten und gerechten politischen Ordnung fragt, gehört zur praktischen Philosophie. Die praktische Philosophie klärt auch elementare Grundbegriffe, die für unser Handeln wichtig sind sie fragt also, was eine Handlung, was eine Norm oder was Freiheit ist. Die Vorlesung vermittelt Grundwissen über Fragestellungen und Positionen der praktischen Philosophie. Nach einigen systematischen Überlegungen werden wichtige Positionen in der praktischen Philosophie besprochen, die sich oft an einem bestimmten Philosophen festmachen lassen. So wird es um die antike eudaimonistische Ethik, den Utilitarismus, die Ethik Kants und den Kontraktualismus gehen.

Materialien zur Vorlesung werden im Internet zugänglich gemacht. Die Vorlesung bietet Gelegenheit zu Fragen.

Die Vorlesung ist eine Pflichtveranstaltung für Studierende im B.A.-Studiengang (Kernfach: Modul 1; Komplementfach: Modul 9). Es empfiehlt sich sehr, die Vorlesung im zweiten Fachsemester zu belegen. Der Interpretationskurs II (siehe gesonderten Eintrag) vertieft Themen aus der Vorlesung anhand von Originaltexten und ist ebenfalls eine Pflichtveranstaltung im B.A.-Studiengang. Es empfiehlt sich daher für B.A.-Studierende dringend, auch den Interpretationskurs im zweiten Fachsemester zu belegen. Die Vorlesung und der Interpretationskurs sind jedoch formell getrennte Veranstaltungen mit je eigenen Scheinkriterien.

Die Vorlesung ist auch für Studierende im Nebenfach geeignet.

Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.

Wichtige Informationen:


Unterlagen zur Vorlesung
Materialien zu den Sitzungen

Links

Update C.B., 8/2009